Montag, 7. August 2006
HURRA, wir sterben aus
trainman, 13:00h
Mir ist keine Spezies bekannt, die freiwillig ausstirbt und sich dabei gut fühlt. Geburtenmangel in Deutschland, Österreich, Slowenien, Tschechien, Italien usw. sind ein Top-Thema. Angeblich ist die Situation in Japan noch viel „schlimmer“.
Politiker aller Lager zerbrechen sich darüber den Kopf. Doch ist die Angelegenheit wirklich so schlimm, bzw. wissen wir wirklich nicht, warum es soweit gekommen ist?
Heute habe ich gelesen, die Japaner sterben in 700 Jahren aus. Na wenn wir da nicht unter Zeitdruck stehen! Nachdem ich Bekannte in Japan habe, überrascht es mich nicht so sehr, warum man dort keine Kinder bekommt. Zwei Kinder kosten dort schon mal 70.000 Euro Schulgeld im Jahr. Wobei, zugegeben, das Lohniveau ist dort bedeutend höher als bei uns. Trotzdem ist das dort auch kein Trinkgeld.
Ist es bei uns soviel anders? Kindergarten oder Nachmittagsbetreuung kosten in Wien mehr als 20% eines Durchschnittsgehaltes eines Normalverdiener. Wobei, verdient man nichts, kostet das alles nichts. Das hat zur Folge, Menschen die ein geringes Einkommen haben, erleiden keine Verluste und die ein großes Einkommen haben, deren prozentuelle Belastung ist nicht so schlimm.
Die Last der finanziellen Belastung der von der Gemeinde organisierten Kinderbetreuung trägt der Durchschnittsbürger, genauso wie diese Gruppe alle anderen Lasten tragen muss. Nur, viele Lasten kann dieser Durchschnittsbürger nicht vermeiden (sonst würden sie ja keinen Sinn machen), Kinder schon und das tut er. Warum er das tut scheint klar. Er ist kein Trottel.
Dazu kommt, Beziehungen sind heute nicht mehr auf Dauer ausgelegt. Jeder, der eine beginnt, rechnet unbewusst mit einem Scheitern derselben. Deshalb behält man sich trotz gemeinsamer Wohnung meist auch die kleine eigene aus Singlezeiten. Würde ein Mann jetzt mit einer Partnerin zwei Kinder zeugen, zahlt er nach einer Trennung bis zu 50% seines Einkommens Unterhalt. Nachdem so gut wie jeder Mann jemand in seinem Bekanntenkreis hat, der eine solche Bürde zu tragen hat, vermeidet er, in die gleiche Situation zu kommen. Männer ohne oder mit sehr geringem Einkommen haben diese Sorgen nicht. Deshalb vermehren sich diese auch mehr. Was gut ist, weil sonst würde die Statistik noch schlimmer aussehen.
Aber ist es jetzt wirklich schlimmer, wenn wir im Durchschnitt gesehen weniger und älter werden. Weiß nicht, haben wir noch nie gehabt. Nur kann man eines schon sagen, die Kriminalität und die Gewalt wird sinken. Je älter die Gesellschaft, desto ruhiger und überlegter wird sie.
Was aber auch noch wesentlich ist, wir werden mehr Platz haben. Da der verfügbare Raum pro Mensch zunimmt, wenn weniger Leute hier leben. Vergessen wir bitte nicht, Europa ist der am dichtesten besiedelte Kontinent der Welt.
Auch wenn jetzt alle Top Models und andere Vorbilder wie Angeliena Joolie mehr und mehr Kinder in die Welt setzen um mit guten Beispiel voranzugehen, glaube ich nicht, dass sich da was ändert. Kinder sind in unserem System eine untragbare finanzielle Last geworden und ein sehr großes Risiko zu verarmen.
Politiker aller Lager zerbrechen sich darüber den Kopf. Doch ist die Angelegenheit wirklich so schlimm, bzw. wissen wir wirklich nicht, warum es soweit gekommen ist?
Heute habe ich gelesen, die Japaner sterben in 700 Jahren aus. Na wenn wir da nicht unter Zeitdruck stehen! Nachdem ich Bekannte in Japan habe, überrascht es mich nicht so sehr, warum man dort keine Kinder bekommt. Zwei Kinder kosten dort schon mal 70.000 Euro Schulgeld im Jahr. Wobei, zugegeben, das Lohniveau ist dort bedeutend höher als bei uns. Trotzdem ist das dort auch kein Trinkgeld.
Ist es bei uns soviel anders? Kindergarten oder Nachmittagsbetreuung kosten in Wien mehr als 20% eines Durchschnittsgehaltes eines Normalverdiener. Wobei, verdient man nichts, kostet das alles nichts. Das hat zur Folge, Menschen die ein geringes Einkommen haben, erleiden keine Verluste und die ein großes Einkommen haben, deren prozentuelle Belastung ist nicht so schlimm.
Die Last der finanziellen Belastung der von der Gemeinde organisierten Kinderbetreuung trägt der Durchschnittsbürger, genauso wie diese Gruppe alle anderen Lasten tragen muss. Nur, viele Lasten kann dieser Durchschnittsbürger nicht vermeiden (sonst würden sie ja keinen Sinn machen), Kinder schon und das tut er. Warum er das tut scheint klar. Er ist kein Trottel.
Dazu kommt, Beziehungen sind heute nicht mehr auf Dauer ausgelegt. Jeder, der eine beginnt, rechnet unbewusst mit einem Scheitern derselben. Deshalb behält man sich trotz gemeinsamer Wohnung meist auch die kleine eigene aus Singlezeiten. Würde ein Mann jetzt mit einer Partnerin zwei Kinder zeugen, zahlt er nach einer Trennung bis zu 50% seines Einkommens Unterhalt. Nachdem so gut wie jeder Mann jemand in seinem Bekanntenkreis hat, der eine solche Bürde zu tragen hat, vermeidet er, in die gleiche Situation zu kommen. Männer ohne oder mit sehr geringem Einkommen haben diese Sorgen nicht. Deshalb vermehren sich diese auch mehr. Was gut ist, weil sonst würde die Statistik noch schlimmer aussehen.
Aber ist es jetzt wirklich schlimmer, wenn wir im Durchschnitt gesehen weniger und älter werden. Weiß nicht, haben wir noch nie gehabt. Nur kann man eines schon sagen, die Kriminalität und die Gewalt wird sinken. Je älter die Gesellschaft, desto ruhiger und überlegter wird sie.
Was aber auch noch wesentlich ist, wir werden mehr Platz haben. Da der verfügbare Raum pro Mensch zunimmt, wenn weniger Leute hier leben. Vergessen wir bitte nicht, Europa ist der am dichtesten besiedelte Kontinent der Welt.
Auch wenn jetzt alle Top Models und andere Vorbilder wie Angeliena Joolie mehr und mehr Kinder in die Welt setzen um mit guten Beispiel voranzugehen, glaube ich nicht, dass sich da was ändert. Kinder sind in unserem System eine untragbare finanzielle Last geworden und ein sehr großes Risiko zu verarmen.
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Sonntag, 6. August 2006
Reisen bildet oder alles ist scheiße
trainman, 13:11h
Schön, dass man bloggen kann. Es bringt zwar nichts, aber man fühlt sich besser dabei. Wie das? Man sitzt zu Hause, hat nichts zu tun und keiner weiß es. Schreibt man es in ein Blog, hat man zwar noch immer nichts zu tun, aber vielleicht wissen es dann viele.
Ist ein Leser schon bis hierher gekommen, weiß er schon einiges. Er weiß, es gibt jemand der in Wien sitzt und keinen Tau hat, was er mit seinem Leben anfangen soll. In Österreich gibt es zwar (noch) kein Hartz IV, trotzdem ist es scheiße. Im Prinzip ist es genauso mies wie in Deutschland, nur alles um den Faktor 10 kleiner. Deswegen sprechen wir wahrscheinlich auch die gleiche Sprache.
Vor einem halben Jahr war ich auf den Philippinen. Dort sind die Menschen mit unserer Betrachtungsweise gelinde gesagt ziemlich mittellos. Also ist es dort auch scheiße! Nur sind die irgendwie immer happy. Warum sie das sind? Keine Ahnung! Du sitzt an einer Bar und wenn den Angestellten ein Lied im Radio gefällt, verharren sie in ihrer Arbeit und singen mit. Wenn es gar nicht anders geht, dann tanzen sie auch noch dazu. Mach das mal bei uns!
Du sitzt als Fremder daneben, beobachtest das Gesinge und fragst dich, in welchen Film du gerade sitzt. Man gewöhnt sich aber nach ein paar Tagen daran. Es wirkt dann noch immer wirr, nur wundert man sich nicht mehr darüber.
Aber sonst sind die Menschen dort sehr nett. Auch die Polizisten und Wachleute die mit Pump Guns vor den Banken und Hotels in Manila stehen. Diese habe ich mal gefragt, ob sie eine Schrotflinte für eine geeignete Waffe für eine belebte Stadt halten. Schließlich trifft man bei einem Schuss mit einer solchen weit mehr als man muss. Auf eine solche Frage antworten sie sehr freundlich, dass es nicht so wichtig sei, wie viele andere man noch trifft, Hauptsache man trifft auch das was man will und schauen dich ganz mitleidig an.
Wahrscheinlich dachten sie bei sich, mal wieder ein Ausländer, der rein gar nichts versteht. Da habe ich verstanden, es ist nicht immer leicht sich in eine neue Gesellschaft zu integrieren.
Ist ein Leser schon bis hierher gekommen, weiß er schon einiges. Er weiß, es gibt jemand der in Wien sitzt und keinen Tau hat, was er mit seinem Leben anfangen soll. In Österreich gibt es zwar (noch) kein Hartz IV, trotzdem ist es scheiße. Im Prinzip ist es genauso mies wie in Deutschland, nur alles um den Faktor 10 kleiner. Deswegen sprechen wir wahrscheinlich auch die gleiche Sprache.
Vor einem halben Jahr war ich auf den Philippinen. Dort sind die Menschen mit unserer Betrachtungsweise gelinde gesagt ziemlich mittellos. Also ist es dort auch scheiße! Nur sind die irgendwie immer happy. Warum sie das sind? Keine Ahnung! Du sitzt an einer Bar und wenn den Angestellten ein Lied im Radio gefällt, verharren sie in ihrer Arbeit und singen mit. Wenn es gar nicht anders geht, dann tanzen sie auch noch dazu. Mach das mal bei uns!
Du sitzt als Fremder daneben, beobachtest das Gesinge und fragst dich, in welchen Film du gerade sitzt. Man gewöhnt sich aber nach ein paar Tagen daran. Es wirkt dann noch immer wirr, nur wundert man sich nicht mehr darüber.
Aber sonst sind die Menschen dort sehr nett. Auch die Polizisten und Wachleute die mit Pump Guns vor den Banken und Hotels in Manila stehen. Diese habe ich mal gefragt, ob sie eine Schrotflinte für eine geeignete Waffe für eine belebte Stadt halten. Schließlich trifft man bei einem Schuss mit einer solchen weit mehr als man muss. Auf eine solche Frage antworten sie sehr freundlich, dass es nicht so wichtig sei, wie viele andere man noch trifft, Hauptsache man trifft auch das was man will und schauen dich ganz mitleidig an.
Wahrscheinlich dachten sie bei sich, mal wieder ein Ausländer, der rein gar nichts versteht. Da habe ich verstanden, es ist nicht immer leicht sich in eine neue Gesellschaft zu integrieren.
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